LOFINDO – Startup / Unternehmen News IM GESPRÄCH mit einen der Gründer Dominik Riepl von Apfeltau- Apfelwein Eisdestillat

– Wir haben an Dich/Euch ein paar Fragen rund um Dein/Euer Unternehmen und Deine/Eure Erfahrungen als Unternehmer / Startup-Gründer: 

Wie sind die Idee und das Konzept für das Startup entstanden?

Dominik Riepl : Die Idee zu Apfeltau entstand tatsächlich eher zufällig. Einer unserer Gründer experimentierte mit Apfelwein und der Methode der Eisdestillation. Dabei wird Wasser durch Einfrieren und Auftauen entzogen, sodass sich die natürlichen Aromen und Inhaltsstoffe konzentrieren. Als wir die ersten Versuche gemeinsam probierten, waren wir überrascht, wie intensiv und fruchtig das Ergebnis schmeckte. Uns war schnell klar: Daraus könnte etwas Besonderes entstehen.

Aus einer spontanen Idee wurde ein mehrjähriger Entwicklungsprozess. Wir haben mit unterschiedlichen Temperaturen, Zeiten und Mischungsverhältnissen experimentiert und zahlreiche Varianten getestet, bis schließlich Apfeltau entstand – ein neuartiger Apfelwein-Aperitif aus Hessen.

Kannst Du bitte kurz erzählen, was Euer Unternehmen ausmacht?

Dominik Riepl :Apfeltau verbindet Tradition und Innovation. Wir nehmen ein regionales Kulturgut – den hessischen Apfelwein – und entwickeln daraus ein völlig neues Geschmackserlebnis. Anders als bei einer klassischen Destillation bleiben bei unserer Herstellung sämtliche Aromen erhalten. Dadurch entsteht ein fruchtig-intensiver Aperitif mit einer ganz eigenen Charakteristik.

Wichtig sind uns dabei unsere Werte: Qualität, Regionalität, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Wir produzieren in Handarbeit in Hessen, achten auf möglichst klimafreundliche Prozesse und engagieren uns für Biodiversität und den Erhalt von Streuobstwiesen. Unser Motto lautet: „Erdacht in Hessen. Gemacht für die Welt.“

Was Apfeltau darüber hinaus besonders macht, ist die persönliche Geschichte hinter dem Unternehmen. Wir Gründer kennen uns bereits seit unserer Schulzeit und sind bis heute eng befreundet. Das schafft ein besonderes Vertrauensverhältnis und eine gemeinsame Basis, die man nicht planen kann. Für uns ist es etwas Einzigartiges, gemeinsam ein Unternehmen aufzubauen, Ideen zu entwickeln und Herausforderungen zu meistern – und dabei gleichzeitig Zeit mit guten Freunden zu verbringen. Diese Mischung aus Unternehmertum, Freundschaft und gemeinsamer Leidenschaft prägt Apfeltau jeden Tag aufs Neue.

Beschreibt die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung?

Dominik Riepl :Die größte Herausforderung war sicherlich, aus einer spannenden Idee ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Niemand kannte Apfelwein-Eisdestillat, also mussten wir zunächst viel erklären und Überzeugungsarbeit leisten.

Hinzu kamen die typischen Herausforderungen eines jungen Startups: begrenzte finanzielle Mittel, Bürokratie, rechtliche Anforderungen im Lebensmittel- und Alkoholbereich sowie der Aufbau einer Produktion. Besonders anspruchsvoll war, dass wir die Firma anfangs neben unseren eigentlichen Berufen aufgebaut haben. Viele Stunden wurden abends, nachts oder am Wochenende investiert.

Welche Person hat Euch bei der Gründung besonders unterstützt?

Dominik Riepl :Apfeltau ist zwar im kleinen Freundeskreis gestartet worden, aber ohne Familie, Freunde und Unterstützer wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Besonders wertvoll waren Menschen, die an die Idee geglaubt haben, obwohl sie noch niemand kannte. Sie haben Produkte getestet, ehrliches Feedback gegeben, Kontakte vermittelt und uns motiviert, dranzubleiben.

Wie wichtig sind „richtige Kontakte“, ein großes Netzwerk für den Start?

Dominik Riepl :Ein gutes Netzwerk hilft enorm. Gerade als kleines Unternehmen kann man nicht alles alleine schaffen. Kontakte zu Produzenten, Händlern, Medien, Veranstaltern oder anderen Gründern öffnen Türen und beschleunigen viele Prozesse.

Mindestens genauso wichtig ist aber die Bereitschaft, Menschen offen anzusprechen und die eigene Idee überzeugend zu präsentieren. Viele unserer wichtigsten Kontakte sind erst nach der Gründung entstanden.

Warum habt Ihr nicht einen der üblichen Hype-Standorte wie Berlin oder Hamburg gewählt?

Dominik Riepl :Unsere Wurzeln liegen in Hessen – und genau hier gehört Apfeltau auch hin. Das Produkt basiert auf Apfelwein und damit auf einer regionalen Tradition, die eng mit unserer Heimat verbunden ist.

Für uns war es wichtiger, nah an den Rohstoffen, Partnern und Kunden zu sein als einem Startup-Trend zu folgen. Außerdem zeigt die heutige Zeit, dass erfolgreiche Unternehmen überall entstehen können. Gute Ideen brauchen keinen bestimmten Standort.

Wie habt Ihr es zu Beginn geschafft, bekannt zu werden?

Dominik Riepl :Am Anfang war viel persönliche Überzeugungsarbeit gefragt. Wir waren auf Märkten, Messen und Veranstaltungen unterwegs, haben Verkostungen durchgeführt und Menschen unser Produkt probieren lassen.

Besonders hilfreich waren regionale Medienberichte und Empfehlungen zufriedener Kunden. Bei einem Produkt wie Apfeltau gilt: Wer es einmal probiert hat, versteht die Idee meist sofort. Deshalb waren persönliche Begegnungen für unser Wachstum sehr wichtig.

Wie werden neue User auf Euer Produkt aufmerksam?

Dominik Riepl :Heute kommen neue Kunden über verschiedene Wege zu uns: Social Media, Veranstaltungen, Messen, Presseberichte, Empfehlungen und natürlich unseren Online-Shop.

Besonders stark ist nach wie vor die Mundpropaganda. Viele Menschen entdecken Apfeltau bei Freunden, auf Feiern oder bei Verkostungen und bestellen anschließend selbst. Das freut uns besonders, weil es zeigt, dass das Produkt überzeugt.

Was ist neu an dem, was Ihr tut?

Dominik Riepl :Das Besondere an Apfeltau ist die Herstellung per Eisdestillation. Während bei der klassischen Destillation viele Aromen verloren gehen, bleiben bei unserem Verfahren die natürlichen Geschmacksträger erhalten. Dadurch entsteht ein intensiver, fruchtiger Charakter, der sich deutlich von klassischen Spirituosen unterscheidet.

Wir verbinden dabei traditionelle Zutaten mit einer ungewöhnlichen Herstellungsmethode und schaffen so eine neue Kategorie zwischen Apfelwein, Aperitif und Spirituose.

Wie sehen die nächsten Meilensteine aus?

Dominik Riepl :Wir möchten Apfeltau als Marke weiterentwickeln und noch mehr Menschen für unser Produkt begeistern. Dazu gehören neue Produktideen, der Ausbau unseres Vertriebs und die stärkere Präsenz auf Veranstaltungen und Messen.

Gleichzeitig wollen wir unserem nachhaltigen Anspruch treu bleiben und unser Engagement für Streuobstwiesen und Biodiversität weiter ausbauen. Wachstum ist für uns kein Selbstzweck – wir möchten langfristig und verantwortungsvoll wachsen. Neue Produkte wie Rosé-Varianten, Sondereditionen oder weitere regionale Spezialitäten zeigen bereits, wohin die Reise gehen kann.

Noch etwas, das wir LOFINDO-Lesern mitgeben möchten?

Dominik Riepl :Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen. Wer regionale Produzenten unterstützt, trägt dazu bei, lokale Wertschöpfung, Kulturlandschaften und handwerkliche Herstellung zu erhalten. Genau dafür steht Apfeltau.

Wir freuen uns über jeden, der neugierig bleibt, neue Produkte ausprobiert und bewusst konsumiert. Denn eine nachhaltigere Zukunft entsteht nicht durch einzelne große Entscheidungen, sondern durch viele kleine.

Besuche gerne den Shop hier/store/apfeltau/

Danke, dass Du für unsere Fragen Zeit genommen hast. Dein LOFINDO TEAM